Ökostromproduktzertifizierung

In einem liberalen Energiemarkt kann jeder Verbraucher frei entscheiden, von welchem Anbieter er seinen Strom bezieht. Entscheidet er sich für Ökostrom, so kann er ein entsprechendes Angebot von Ökostromanbietern oder entsprechende Stromtarife nutzen. Hierbei verpflichtet sich der Anbieter, genauso viel Ökostrom in das Stromnetz einzuspeisen, wie seine Kunden entnehmen. Weil alle Verbraucher Strom aus demselben Verbundnetz beziehen und Strom physikalisch immer gleich ist, hat der Bezug von Ökostrom keine direkte Auswirkung auf den beim einzelnen Kunden gelieferten Strom. Stattdessen werden die Zahlungsströme am Energiemarkt und womöglich der Strommix des Landes verändert. Auch wird die energiepolitische Signalwirkung für wichtig gehalten, sie könnte Einfluss auf politische Entscheidungen für bedeutende Fördermaßnahmen wie das EEG haben.

Um ein Stromprodukt als „Ökostrom“ verkaufen zu dürfen, hat der Stromanbieter mehrere Möglichkeiten (welche auch kombiniert werden können):

  1. Ökostrom produzieren
  2. per Liefervertrag einkaufen
  3. handelbare Erzeugungszertifikate erwerben.

Vor allem in den letzten beiden Fällen wird Ökostrom dem Verbraucher erst mal nur auf dem Papier zugeordnet und dadurch den allgemeinen Stromkunden auf dem Papier entzogen. Solange mehr Kapazität aus sowieso schon existierenden Anlagen vorhanden ist, als nachgefragt wird, kommt es durch direkte oder indirekte Lieferverträge allein zu keiner ökologischen Verbesserung. Ein zusätzlicher Umweltnutzen wird erst durch Siegel, die u. a. zusätzliche Ausbauwirkungen einfordern, sichergestellt.

Im dritten Fall betreibt der Ökostromanbieter konventionelle Kraftwerke oder kauft Graustrom am Strommarkt und erwirbt von Ökostromproduzenten das Recht, seinen Strom als „Ökostrom“ ausloben zu dürfen. Der eigentliche Ökostromproduzent darf dann seinen Strom nicht mehr als „Ökostrom“ verkaufen, was aber durch Werbemaßnahmen verschleiert werden könnte.

Direkte vs. indirekte Handelsverträge

Ökostromprodukte, die nicht auf direkten Lieferverträgen beruhen, wurden von einzelnen Umweltaktivisten als reine Umetikettierung kritisiert, andere sehen die Art der Lieferverträge als unerheblich. Es gelte zu bedenken, dass Stromkauf aus alten und sowieso bereits abgeschriebenen Kraftwerken auch per direkt abgeschlossenen Verträgen kaum zusätzlichen Umweltnutzen aufweist und auch für „Grünstromwäsche“ missbraucht werden kann. Eine Untersuchung des Öko-Instituts zeigte, dass die Einnahmen eines Betreibers von regenerativen Kraftwerken bei direkten Lieferverträgen nicht höher als über Zertifikate ablaufenden indirekten Lieferverträgen sind und somit gleichwertig seien. Einigkeit scheint hingegen über die Wichtigkeit der Ausbauwirkung zu bestehen, die im Folgenden beschrieben wird.

Bau und Förderung von Neuanlagen

Beim Kauf von Ökostrom aus bereits vorhandenen umweltfreundlichen Quellen (meist seit Jahrzehnten bestehende Wasserkraftwerke) erhalten andere Stromkunden einen höheren Anteil an fossilem/atomarem Strom. Damit existiert kein zusätzlicher positiver Effekt für die Umwelt. Änderungen im Sinne der Umwelt könnten nur erreicht werden, wenn neue regenerative Anlagen gebaut und betrieben und so die konventionellen Kraftwerke zurückgedrängt würden. Idealerweise verpflichten sich daher zertifizierte Anbieter, nicht nur Ökostrom zu liefern, sondern zusätzliche Produktionskapazitäten aufzubauen. Dieses Modell wurde zuerst von der Naturstrom AG und Greenpeace Energy propagiert und setzt sich bei den seriösen Ökostromanbietern mehr und mehr durch. Beispielsweise hat sich Greenpeace Energy verpflichtet, die pro Jahr an eigene Kunden abgesetzte elektrische Energie spätestens nach fünf Jahren aus in dieser Zeit neu gebauten Kraftwerken zu beziehen.

Bei Naturstrom AG sowie bei den Elektrizitätswerken Schönau hat der Kunde zusätzlich die Möglichkeit, sich mit einem Aufpreis für ein Produkt mit höherem Ausbau der Erzeugungskapazitäten zu entscheiden.

Die NaturWatt GmbH hat in ihrem Gesellschaftervertrag verankert, dass Gewinne ausschließlich zum Ausbau erneuerbarer Energien verwendet werden. Bis 2009 wurden damit mehrere Photovoltaikanlagen errichtet.

Auch bei der Bewertung von Ökostrom-Siegeln wird die Anforderung an eine Ausbauwirkung als zentraler Aspekt gesehen. „Die strengsten Maßstäbe legen das Ok-power-Label und das Grüner-Strom-Label an“, so die Stiftung Warentest, unter den Tüv-Zertifikaten garantierten lediglich EE01 und EE02 vom Tüv-Süd „einen gewissen Zubau“.

Aufpreismodell und Spendenmodell

Beim Sonderfall des sogenannten Aufpreismodells bezieht der Kunde weiterhin den Strom, der dem Strommix des jeweiligen Versorgers entspricht, oder erwirbt Strom aus bereits abgeschriebenen älteren Anlagen. Der Kunde zahlt jedoch freiwillig einen höheren Strompreis. Dieser Differenzbetrag wird in die Förderung neuer regenerativer Anlagenkapazität investiert.

Analog funktioniert das Spendenmodell, wo Ökostromfirmen finanzielle Zuwendungen einwerben, ohne dass eine Kundenbeziehung zum Spender oder eine Kopplung mit seinem Verbrauch vorliegt. Der Vorteil dieses Modells ist, dass Spenden umsatzsteuerfrei sind.

Unabhängigkeit von konventionellen Erzeugern

Ökostrom kann auch von Konzernen oder durch deren Tochtergesellschaften (z. B. RWE: eprimo, EnBW NaturEnergiePlus, E.On E wie einfach), die hauptsächlich Atom- und Kohlekraftwerke betreiben, produziert bzw. verkauft werden. Bei diesen Konzernen ist oft strittig, wofür sie die Mehreinnahmen aus dem Ökostromverkauf verwenden und ob sie überhaupt an einer Energiewende interessiert sind. Da beispielsweise das OK Power Label auch Ökostromangebote von Vattenfall und EnBW zertifiziert hat, haben die Ökostromanbieter Elektrizitätswerke Schönau und Greenpeace Energy bewusst auf dieses Gütesiegel verzichtet, obwohl sie die Bedingungen dafür erfüllen. Selbst wenn ein direktes Betreiben von Atomkraftwerken ausgeschlossen wird, kann das über eine Tochtergesellschaft umgangen werden (z. B. Grüner Strom Label für Kevag/RWE).

Mehrere große und einige kleinere deutsche Umweltverbände haben sich in der Kampagne Atomausstieg selber machen zusammengeschlossen. Diese empfiehlt nur glaubwürdig ökologisch ausgerichtete Ökostromanbieter und legt darüber hinaus nur einen geringen Wert auf Gütesiegel.

Stiftung Warentest bewertete nur Ökostromprodukte mit Bestnote, die zusätzlich zu einer Ausbauförderung von Anbietern mit besonderem ökologischem Engagement stammen.

Unvermeidbarer Graustromanteil

Aufgrund der unvermeidbaren Übertragungsverluste in Höhe von ca. 5 bis 10 % der eingespeisten elektrischen Energie, welche von den Netzbetreibern ersetzt werden, ohne dass der Stromlieferant hierauf einen Einfluss hat, ist auch bei Kauf von reinem Ökostrom ein gewisser Verbrauch von Graustrom gegeben.

Zeitgleiche Ökostromversorgung

Bei einem Ökostromprodukt mit zeitgleicher Einspeisung liefert der Versorger zu jedem Zeitpunkt die Menge Ökostrom, die seine Kunden momentan verbrauchen. Die benötigte Menge Ökostrom kann in eigenen Kraftwerken erzeugt oder zugekauft werden. Der Verbrauch wird bei kleinen Kunden über ein statistisch ermitteltes durchschnittliches Lastprofil angenommen; größere Verbraucher haben spezielle Stromzähler, so genannte Lastgangzähler, die den zeitlichen Verlauf der Stromentnahme festhalten. Schwankungen innerhalb einer Viertelstunde werden üblicherweise vernachlässigt, d. h. die vom Versorger gelieferte Leistung muss nur im Viertelstundendurchschnitt mit dem Verbrauch seiner Kunden übereinstimmen. Kurzfristigere Schwankungen und etwaige Prognosefehler werden vom Netzbetreiber ausgeglichen.

Nur ein zeitgleich einspeisender Ökostromanbieter kann weitgehend garantieren, dass der Kunde mit der Begleichung seiner Stromrechnung ausschließlich jene Arten von Stromerzeugung unterstützt, die im Strommix seines gewählten Produktes deklariert sind. Außerdem werden keine fossil/nuklearen Backup-Kraftwerke benötigt. Allerdings wird i. A. keine Aussage darüber getroffen, ob die Zeitgleichheit der Ökostromerzeugung mittels technischer Maßnahmen wie z. B. eigens vorgehaltener Regelleistung erreicht wird oder ob die benötigten Strommengen aus größeren Kraftwerken, die auch reine Grundlast-Kraftwerke sein können, abgezweigt werden. Im ersten Fall wird eine technologische Machbarkeit einer reinen Ökostromversorgung mit virtuellen Kraftwerken demonstriert. Im letzteren Fall wird der Zwang, Bedarfsspitzen mit (u. U. unökologischen) Mittellast- und Spitzenlast-Kraftwerken zu decken, auf andere Versorger abgewälzt. Für diesen Fall ist ein konkreter Umweltnutzen in der Gesamtbewertung nicht nachgewiesen.

TÜV Nord

Eine zeitgleiche Einspeisung gerechnet auf Tages-Ebene kann vom TÜV Nord zertifiziert werden, so z. B. bei EWS-Schönau.

Es kommt bei den Zertifikaten des TÜV Nord immer auf die Inhalte an; es gibt auch Ökostromzertifikate vom TÜV Nord, die keine zeitgleiche Einspeisung dokumentieren.

TÜV SÜD EE02

Der Standard EE02 fordert, dass 100 % der Stromlieferungen aus erneuerbaren Energien stammen. Des Weiteren fordert er die Gleichzeitigkeit zwischen Erzeugung und Verbrauch mindestens im Stundenraster. Ein etwaiger Preisaufschlag muss mindestens zu 2/3 zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energie genutzt werden. Bei diesem Standard handelt es sich um ein Händler- und Fonds-Modell.

Mengengleiche Ökostromversorgung

Mengengleich bedeutet bei einem Ökostromprodukt, dass der Versorger über ein Jahr verteilt jene Menge Ökostrom ins Netz einspeist oder einkauft, die seine Kunden insgesamt im Jahr verbrauchen.

Ein Kunde eines Versorgers, der z. B. einen Strommix von „100 % Wasserkraft“ angibt, welcher mengengleich eingespeist wird, bekommt in Wirklichkeit zu Spitzenzeiten einen gewissen Anteil Strom unbekannter Herkunft. Dafür wird zu anderen Zeiten Wasserkraftstrom an andere Verbraucher geliefert, ohne dass es bei diesen deklariert wäre. In Summe stimmen die deklarierten mit den verbrauchten Mengen überein, nur nicht zu jedem Zeitpunkt.

Wenn keine näheren Angaben gemacht werden, handelt es sich üblicherweise um mengengleiche Einspeisung, da zeitgleiche Einspeisung technisch aufwändiger und deshalb teurer ist.

TÜV SÜD EE01

Der Standard EE01 fordert, dass 100 % der Stromlieferungen aus erneuerbaren Energien stammen. Von diesen 100 % müssen 30 % der Stromlieferungen aus Erzeugungskapazitäten stammen, deren Erzeugungsmengen:

  1. zum Zeitpunkt der erstmaligen Zertifikatserteilung nach diesem Standard aus Anlagen stammen, deren Inbetriebnahme nicht länger als 36 Monate zurückliegt;und
  2. zu jedem Zeitpunkt aus Anlagen stammen, deren Inbetriebnahme nicht länger als 120 Monate zurückliegt

Ein etwaiger Preisaufschlag muss mindestens zu 2/3 zur Förderung des Ausbaus der Erneuerbaren Energie genutzt werden. Bei diesem Standard handelt es sich um ein Händler- und Fonds-Modell.

Naturemade star

naturemade star steht für Strom aus 100 % erneuerbaren Energiequellen. Darüber hinaus bürgt es für die Einhaltung zusätzlicher strenger und umfassender ökologischer Auflagen und zeichnet besonders umweltschonend produzierten Strom aus. Das Label beinhaltet einen Förderbeitrag zum Neubau von Anlagen, hat jedoch kein Neuanlagenkriterium. Es ist fast ausschließlich in der Schweiz verbreitet und dort marktführend im Bereich hoher Umweltanforderungen.

ok-power

Ein Siegel mit Fokus auf hoher Ausbauwirkung.

  • 100 % regenerativ (vor 2013: Anteil von Kraft-Wärme-Kopplung maximal 50 %), aus Anlagen mit ökologischen Zusatzanforderungen (z. B. geringer Eingriff ins Ökosystem)
  • Mindestens ein Drittel des Stroms muss aus Anlagen kommen, die nicht älter als sechs Jahre sind.
  • Ein weiteres Drittel muss aus Anlagen kommen, die nicht älter als zwölf Jahre sind.
  • Die Anlagen beider Kategorien müssen außerhalb des Förderbereichs des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) entstehen.

Die oben beschriebenen Kriterien des ok-power-Siegels beziehen sich auf das Händlermodell. ok-power bietet zwei weitere Modelle, Fonds-Modell und das Initiierungsmodell an.

RenewablePLUS

Das Label garantiert, dass 100 % des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien stammt. Bei diesem Label garantieren die Betreiber/Eigentümer der Kraftwerke, dass sie den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern. Sie investieren entweder in neu gebaute Anlagen oder in den Ausbau und die Erweiterung bestehender Anlagen. Auch können Investitionen in ökologische Maßnahmen im Rahmen der Erzeugung von erneuerbaren Energien getätigt werden. Ein Alterskriterium für die Erzeugungsanlagen gibt es nicht. Die Investitionen der Betreiber/Eigentümer erfolgen im jeweiligen Jahr der Stromerzeugung in Kraftwerke bzw. Projekte, die neu realisiert werden und so eine erhöhte Stromerzeugung garantieren.

Das Label ist ab der Lieferperiode 2012 klimaneutral. So werden CO2-Emissionen, die bei dem Bau sowie bei dem Betrieb anfallen, durch den Einsatz von Emissionsminderungszertifikaten klimaneutral gestellt. Die Emissionsminderungszertifikate stammen in der Regel aus Projekten zur Förderung erneuerbarer Energien. Ab der Lieferperiode 2013 beinhaltet RenewablePLUS das Element der Mengengleichheit auf Monatsbasis. So werden Herkunftsnachweise zeitgleich zum Verbrauch in allen Monaten des Kalenderjahres produziert. Die Kriterien der Reinvestition, der tatsächlichen Klimaneutralität und der monatlichen Mengengleichheit werden vom TÜV Rheinland jährlich geprüft und auditiert. Dies ist in der TÜV-Datenbank unter der ID 23040 einsehbar.

Ab der Lieferperiode 2013 stammen die Emissionsminderungszertifikate zur Klimaneutralstellung aus nachhaltigen und anerkannten Projekten des TÜV Rheinland zertifizierten Labels ÖkoPLUS. ÖkoPLUS-zertifizierte Projekte sollen anhand weltweit anerkannter Indizes die Förderung nachhaltiger und sozialer Strukturen sowie eine tatsächliche nachhaltige Entwicklung am Einsatzort garantieren. Die Kriterien der nachhaltigen Förderung und Entwicklung sozialer Strukturen von Emissionsminderungsprojekten werden vom TÜV Rheinland jährlich geprüft und auditiert. Dies ist in der TÜV-Datenbank unter der ID 37968 einsehbar.

Grüner Strom-Label

Das Gütesiegel Grüner Strom (früher: Grüner Strom Label Gold) ist das älteste Ökostromlabel in Deutschland und kennzeichnet Ökostromprodukte mit regenerativ erzeugtem Strom, der aus Anlagen mit ökologischen Zusatzanforderungen (z. B. geringer Eingriff ins Ökosystem) stammt. Es ist das einzige Ökostromlabel in Deutschland, das von führenden Umweltverbänden wie NABU und BUND getragen und empfohlen wird. Folgende zentrale Kriterien sind laut Kriterienkatalog Grundvoraussetzung für eine Zertifizierung:

  • Stromanbieter müssen mit einem festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde Energiewende-Projekte fördern (z. B. Photovoltaik-Anlagen, Windparks, Energieeffizienzmaßnahmen, Projekte zu E-Mobilität, aber auch Bürgerenergieprojekte):
    • Bis 10.000 kWh pro Jahr 0,5 Cent (netto) pro kWh
    • Zwischen 10.000 kWh und 100.000 kWh pro Jahr 0,4 Cent (netto) pro kWh
    • Zwischen 100.000 kWh und 3.000.000 kWh pro Jahr 0,2 Cent (netto) pro kWh
    • Ab 3.000.000 kWh pro Jahr 0,1 Cent (netto) pro kWh
  • Der Strom muss zu 100 % aus Erneuerbaren Energien stammen (aus bereits existierenden oder neuen Kraftwerken).
  • Unternehmen, die selbst Atomkraftwerke betreiben, beziehungsweise an einem solchen direkt beteiligt sind, erhalten das Label nicht, können aber Beteiligungen durch Unternehmen haben, die selbst Betreiber von Atomkraftwerken sind.
  • Unternehmen, die – nach Inkrafttreten des Kriterienkatalogs 2015 – neue direkte Beteiligungen an bereits existierenden oder neuen Kohlekraftwerken erwerben, erhalten das Label nicht.
  • RECS-Zertifikate sind als Nachweis der Lieferverpflichtung nicht zugelassen.
EKOenergie

EKOenergie ist ein Netzwerk von europäischen Umweltorganisationen. Das EKOenergie-Label ist das einzige gesamteuropäische Label für 100 % erneuerbaren Strom. Elektrizität kann nur dann als EKOenergie verkauft werden, wenn das Produkt die vom EKOenergie-Netzwerk festgelegten Kriterien erfüllt. Dazu gehören die folgenden Aspekte:

  • Genaue Verbraucherinformationen
  • Nachhaltigkeit
  • Klima
  • Tracking und Herkunftsnachweise

Pro verkaufte kWh EKOenergie muss ein Mindestbeitrag von 0,01 Cent in einen EKOenergie-Klimafonds eingezahlt werden und 0,008 Cent an EKOenergie gezahlt werden. Der im Fonds enthaltene Betrag wird dafür eingesetzt, Zukunftsinvestitionen in erneuerbarer Energie anzuregen und um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Weltenergieproduktion zu erhöhen. Zusätzlich werden für jede als EKOenergie Wasserkraft verkaufte Megawatt-Stunde 0,01 Cent in einen EKOenergie-Umweltfonds eingezahlt. Es wird angegeben, dass EKOenergie Stromprodukte im Schnitt 10 % über dem Marktpreis konventionellen Stroms liegen.