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Schwitzen statt Spritzen

Eine wunderbare Idee, die ich auf Anhieb sympathisch fand. Unser Bioland Hof im Ort, bei dem wir unsere Eier einkaufen, hat mit einem kleinen Flyer zur Mithilfe aufgerufen. Da im Biolandbau die konventionelle Pestizide und Düngemittel usw. verboten sind, muss die Pflege der Felder zum großen Teil von Hand gemacht werden. Dazu bedarf es vieler Hände. Aus diesem Grund hat die Betreiberfamilie des Biolandhofs zur ehrenamtlichen Mithilfe aufgerufen. Das finde ich Klasse! Ich habe mich auch sofort für die Mithilfe angemeldet und war schon ein erstes Mal im Einsatz. Jeden Samstag von 07:00 – 09:00 Uhr können sich Freiwillige beim umwelt- und ressourcenschonenden Einsatz für die echte Landwirtschaft beteiligen. Es war anstrengend, aber sehr informativ. Es gab viele Hintergrundinformationen beim Hacken und Pflegen der kleinen Maispflanzen. Und belohnt wurden wir Helfer außerdem noch mit einem sehr leckeren Frühstück nach der Arbeit.

Meine Großeltern hatten selber einen kleinen Bauernhof und daher weiß ich wie schwer es die Bauernhöfe haben und wie viel Arbeit in solch einem Betrieb steckt. Darum bin ich froh, dass ich meine Verbundenheit und meinen Respekt nun auf diese Art und Weise ganz direkt zeigen kann. Vielen Dank für diese tolle Idee und Möglichkeit!

Hier der Originalaufruf auf der Seite des Biolandhofs

Verkehrte Welt

Eigentlich sind die Politiker ja unsere Volksvertreter und sollten unsere Interessen vertreten. Geht es nur mir so … ich habe das Gefühl, dass ich den größten Aufwand in das Ankämpfen gegen absurde und schädliche Entscheidungen und Maßnahmen genau aus der Ecke aufbringen muss. Die, die mich eigentlich unterstützen sollten, schaden mir am meisten und versuchen mich bei jeder sich ergebenden Gelegenheit zu beschummeln.

In diesem Sinne versuche ich gerade mal wieder “meine” Bundestagsabgeordneten anzuschieben: mit Brief und Email. Mal sehen, ob ich überhaupt irgendeine Reaktion bekomme. 😉

Hier der Brieftext, den ich an Herrn Bundestagsabgeordneten Gerster und Rief verschickt habe:

Zusätzlich habe ich eine Email zu dem Thema an die beiden Abgeordneten, sowie die Redaktionen der Schwäbischen Zeitung und Südwestpresse Biberach geschickt:

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Gerster,
sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Rief,
ich verfolge mit großer Sorge das weitere Schicksal des Gesetzesentwurfes zum Kohleausstiegsgesetz. Diese Sorge begründet sich darauf, dass im Entwurf die ursprüngliche Intention der Kohlekommission zum Kohleausstieg, nämlich diesen zu beschleunigen und die Fördermengen zu reduzieren, ins Gegenteil verkehrt wird. Statt der ursprünglich geplanten Festlegung für eine Obergrenze der Kohlenutzung soll durch ihn eine Grund­lage für deren inakzeptable künstliche Aufrechterhaltung geschaffen werden. 

Konkret enthält § 42 des Entwurfs u.a. folgende Punkte:

    1. Kohleabnahmegarantien jenseits der von der Kohlekommission bewilligten Menge
    2. Einräumung einer Subventionierungsmöglichkeit der Kohleindustrie durch deren Bezeichnung als „energiewirtschaftlich notwendig“
    3. Den Abschluss von öffentlich-rechtlichen Verträgen mit den Energieunternehmen und einer damit einhergehenden Unkündbarkeit und Intransparenz.

Unter dem Deckmantel einer angeblichen Umsetzung der Beschlüsse der Kohlekommission darf jetzt nicht ein vermeintlicher Rettungsschirm für die zukunftslose Kohleindustrie aufgebaut werden. Dies ist inakzeptabel. Da die Verabschiedung des Gesetzes noch für vor der Sommerpause des Bundestags anvisiert ist, ist nun Ihre Aufmerksamkeit und Entschiedenheit gefordert. 

Der Inhalt des Gesetzesvorhabens steht nicht nur einer wirksamen Klimapolitik entgegen, sondern schadet auch  den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands. Die überfällige Umstrukturierung der deutschen Industrie hin zum Ausbau von erneuerbaren Energien und die damit verbundene Schaffung von dringend benötigten 300 000 Arbeitsplätzen (200 000 im Bereich der Solar- und 100 000 im Bereich der Windenergie) werden durch das Gesetzesvorhaben blockiert. Im Energieausschuss des Bundestages haben die angehörten Sachverständigen daher auch einhellig von der Verabschiedung des Gesetzes in dieser Fassung abgeraten. 

Warum wird vor diesem Hintergrund überhaupt an dem Entwurf festgehalten? Werden hier Einzelinteressen wegen einer Verflechtung zwischen Wirtschaft und Länderpolitik über das Wohl al­ler gestellt? Dies wäre angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und ökologischen Lage Deutschlands und weltweit verantwortungslos.
Ich appelliere daher an Ihr Gewissen und Ihren gesunden Menschenverstand: stimmen Sie gegen dieses "Kohleausstiegsgesetz" – schaffen Sie jetzt die Voraussetzungen, dass der so dringend benötige Aufbau einer neuen Wirtschaft in Deutschland auf den Weg gebracht wird. 
Seien Sie der Wegbereiter für die wirtschaftliche und ökologische Gesundung Deutschlands. 
Mit nachhaltigen Grüßen

Knut Wehr
Im Rohrmahd 10
88489 Wain

Mal sehen was passiert …

Was ist Soziokratie 3.0

Soziokratie 3.0 – kurz S3 – stellt eine Anleitung oder auch einen Weg dar, um agile und resiliente Organisationen beliebiger Größe zu entwickeln, denen eine soziokratische Geisteshaltung zugrunde liegt. Dazu bietet S3 umfangreiche Sammlungen von Ideen (sogenannten Mustern), um Produktivität, Zusammenarbeit und Zufriedenheit zu verbessern.

Ein Muster wird dabei als Vorgehensweise verstanden, durch die Herausforderungen erfolgreich begegnet werden kann. Diese Muster wurden durch Beobachtungen in unzähligen Organisationen gesammelt. Sie sind flexibel und generisch aufgebaut, um sie für den jeweiligen Kontext anzupassen und weiterentwickeln zu können. Alle Muster sind in 10 Kategorien zusammengefasst.

  • Mitgestaltung und Evolution
  • Gemeinsame Entwicklung
  • Zusammenarbeit ermöglichen
  • Organisationsentwicklung
  • S3 einführen
  • Klare Vereinbarungen
  • Fokussierte Interaktionen
  • Effektive Meetings
  • Arbeitsorganisation
  • Organisationsstruktur

Alle Muster wiederum unterliegen folgenden sieben Kernprinzipien:

Das Prinzip der Effektivität: Investiere Zeit nur in das, was Dich dem Erreichen Deiner Ziele näher bringt.

Das Prinzip des Konsent: Suche nach möglichen Einwänden gegen Entscheidungen, bringe sie ein, und kümmere dich darum, dass das in ihnen enthaltene Wissen integriert wird.

Das Prinzip des Empirismus: Prüfe alle Annahmen durch Experimente und kontinuierliche Revision.

Das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung: Bevorzuge inkrementelle Veränderung, um stetiges empirisches Lernen zu ermöglichen.

Das Prinzip der Gleichstellung: Beziehe Menschen in die sie betreffenden Entscheidungen und deren Entwicklung ein.

Das Prinzip der Transparenz: Mache alle Informationen für jeden in der Organisation zugänglich, es sei denn, es gibt einen wichtigen Grund für Vertraulichkeit.

Das Prinzip der Verantwortlichkeit: Handle, wenn es erforderlich ist; befolge, was Du vereinbart hast und behalte die gesamte Organisation im Blick.

In der Soziokratie 3.0 kommt es zu einer generellen Verschiebung des Fokus von den Zielen hin zum Bedarf einer Organisation. D.h. sie hilft einer Organisation herauszufinden, welches ihr Bedarf ist, um sich dann an diesem auszurichten.

Es muss sich etwas ändern

Ein Blick in die Zeitung … in den Nachrichten … im Internet! Die Schlagzeilen überschlagen sich. Eine Topmeldung nach der anderen. Die gute alte Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein. Allenthalben wird der Wandel und der Aufbruch in eine neue Zeit prophezeit. Nur es passiert halt nicht wirklich etwas. Es folgen keine Taten auf die Worte. Alles wird bis ins Unendliche ausdiskutiert und zerredet. Am Schluss kommen dann mikroskopisch kleine Resultate heraus, die nicht im Entferntesten an das heranreichen was wirklich nötig wäre.

Aus dieser Erkenntnis heraus, bin ich der Meinung, dass die Veränderungen und Aktionen von unten, aus der Basis, kommen müssen. Jeder von uns muss für sich und sein Umfeld schauen und prüfen, wo etwas verändert und besser gemacht werden kann. Und wenn es Dinge gibt, die besser gemacht werden können und wo es Veränderungen bedarf, muss man anfangen dies umzusetzen. Dies ist meiner Meinung nach unser Auftrag.

Ich für meinen Teil möchte damit beginnen, eine neue Form und Struktur des gemeinsamen Miteinanders zu erproben, bei dem das Gemeinwohl an oberster Stelle steht. Einen Weg zu finden, bei dem gemeinschaftlich definiert wird, wie ein solches Gemeinwohl aussehen könnte und welche Maßnahmen es bedarf, um dorthin zu kommen und nachhaltig dort zu bleiben. Es wird sicher nicht genügen, einmal zu definieren was wie sein soll. Dieses Ziel erfordert einen laufenden Validierungsprozess und eine Organisationsstruktur, welche sicherstellt, dass alle wichtigen Aspekte und Interessen ausreichend berücksichtigt werden.

In einem ersten Schritt möchte ich die Werkzeuge und Elemente der Soziokratie 3.0 daraufhin überprüfen, in wie weit sie bei diesem Vorhaben nützlich sind und eventuell eine entsprechende Organisationsstruktur ermöglichen. So dass anschließend die Prozesse zur Erreichung des Gemeinwohls darauf aufbauen können.

Ein erster Schritt ist getan

Schon lange hatte ich vor eine eigene Internetseite zu gestalten. Es gab bereits Versuche und unzählige Startversuche. Aber immer wieder kam das Projekt ins Stocken oder wurde wieder ganz eingestellt. Es sollte perfekt sein und von Anfang an passen. Da waren meine persönlichen Ansprüche wohl zu groß.

Mittlerweile sehe ich das anders. Es muss nicht perfekt sein und wird sicher erst einmal seine Zeit brauchen, bis alles soweit ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Seite soll keine fertige Sammlung von etwas bestimmten sein, sondern sie soll die Themen, Aspekte und Personen wiederspiegeln, mit denen ich mich beschäftige und die mir wichtig sind.

kritisch-lesen.de

Selbstverständnis

  • Auf kritisch-lesen.de werden Rezensionen zu Büchern und Broschüren veröffentlicht, die aktuelle Diskussionen begleiten und anregen sollen. Damit soll Gegenöffentlichkeit zu herrschenden Positionen unterstützt werden.
  • Die Mitglieder des Redaktionskollektivs verstehen sich als undogmatisch links und wollen in diesem Sinne eingreifen.
  • Alle drei Monate erscheint jeweils am ersten Dienstag eine Online-Ausgabe mit einem inhaltlichen Schwerpunkt. Darüber hinaus finden sich in jeder Ausgabe Besprechungen zu anderen aktuellen Themen.
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  • Die Redaktion besteht momentan aus 

Soziopolis

Was bietet Soziopolis?

Soziopolis ist ein sozialwissenschaftliches Nachrichtenportal, das unterschiedliche Weisen, Gesellschaft zu beobachten, präsentiert und miteinander ins Gespräch bringt. Neben Besprechungen der relevanten Neuerscheinungen, Überblicksartikeln, Kommentaren, Essays und Glossen veröffentlicht Soziopolis auch Berichte über Vorträge, Tagungen und Konferenzen. Aktuelle Nachrichten aus den verschiedenen Disziplinen, Stellenausschreibungen und wichtige Personalia ergänzen das Informationsangebot. Soziopolis ist unter der ISSN 2509-5196 bei der Deutschen Nationalbibliothek registriert.

Wer steht dahinter?

Soziopolis ist ein Projekt des Hamburger Instituts für Sozialforschung in Kooperation mit H-Soz-Kult unter dem Dach des Vereins Clio-Online e.V. Die Zentralredaktion ist am Hamburger Institut für Sozialforschung angesiedelt und wird durch einen Kreis von etwa vierzig ehrenamtlichen Fachredakteurinnen und Fachredakteuren unterstützt. Im Hintergrund stehen der wissenschaftliche Beirat sowie ein internationales Netzwerk aus verschiedenen Kooperationspartnern. Die Aufgabe der Fachredaktion besteht darin, für jeweils einen bestimmten thematischen Bereich Beiträge einzuwerben und fachlich zu begutachten. Die Zentralredaktion kümmert sich um organisatorische und rechtliche Belange sowie um die sprachlich-formale Textredaktion.

Swiss Policy Research

Swiss Policy Research (SPR) ist ein Forschungs- und Infor­ma­tions­projekt zu geo­po­li­tischer Pro­pa­ganda in Schweizer Medien.

Sämtliche Studien und Bei­träge wurden von einer po­li­tisch und pu­bli­zis­tisch un­ab­hän­gigen For­schungs­gruppe ohne Beauf­tra­gung oder Fremd­finan­zierung er­­stellt.

Das Forschungsprojekt wurde 2016 lanciert und zählt inzwischen zu den bekanntesten Publi­ka­tionen auf diesem Gebiet.

NachDenkSeiten

Das Informationsangebot der NachDenkSeiten ist kostenlos und werbefrei. Es wird ausschließlich durch Kleinspenden finanziert. Das sichert deren Unabhängigkeit.

Ihr Markenzeichen: Sie lassen sich nichts vormachen.

Es gibt einen Modebegriff, der häufig verwendet wird, wenn sich Einrichtungen, Medien oder Personen vorstellen: Alleinstellungsmerkmal. Was ist das Besondere an den NachDenkSeiten? Sie lassen sich nichts vormachen, jedenfalls versuchen sie das. Ich will zwei Beispiele nennen:

Es gibt in den etablierten deutschen Medien durchaus kritische Personen. Sie sehen zum Beispiel den jetzigen US-Präsidenten Trump sehr kritisch. Sie merken jedoch nicht, dass ihre Gegnerschaft zu Trump häufig in eine Verklärung seiner Vorgänger ausartet. Sie bewundern das liberale US-Amerika mit Clinton, Hillary Clinton, Obama usw., ohne ernsthaft zu hinterfragen. Und sogar George W. Bush erscheint im Spiegelbild des tumben Trump noch als positiv erträglich. Ihre Kriege all überall auf der Welt sind quasi vergessen.

Diesen Schritt haben die NachDenkSeiten nie mitgemacht. Sie haben den Kriegsherrn und Nutzer tödlicher Drohnen, Obama, kritisch begleitet, sie weisen auf den Zynismus der Hillary Clinton hin, deutlich sichtbar, als sie vom Tod Gaddafis erfährt. Sie machen bei der Analyse des Imperiums USA nicht bei Trump halt. Sie machen aber auch nicht die Bewunderung jener für Trump mit, die glauben, er sei ein Garant der Verständigung zwischen dem Westen und Russland.

Ein anderes Beispiel: Sie haben die Verteufelung Putins nicht mitgemacht, die heute selbst in Kreisen gängig ist, die sich als kritisch, fortschrittlich und links empfinden.

Ein Beispiel aus der Innenpolitik: Dass es uns allen gut gehe, behaupten auch Menschen, die sich sonst zur kritischen Seite des Bürgertums zählen. Die NachDenkSeiten-Macher haben diese gängige Einschätzung nicht mitgemacht. Zu vielen Menschen geht es miserabel.

Sie fragen zweimal nach. Mindestens. Und sie beschreiben, wie wir manipuliert werden, sie analysieren die Methoden und Strategien der Meinungsmache. So helfen sie den NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern, hinter die Kulissen zu schauen. Nur deshalb betrachten viele ihre Texte als Augenöffner.

Meine Landwirtschaft

Meine Landwirtschaft ist ein breiter, gesellschaftlicher Zusammenschluss von 50 Organisationen. Wir sind aktiv in der Landwirtschaft, dem Lebensmittelhandwerk oder der Imkerei. Wir setzen uns ein für Umwelt-, Natur-, und Tierschutz. Wir legen wert darauf, wo unser Essen herkommt und leben die globale Solidarität. Seit 2010 streiten wir gemeinsam für eine Agrar- und Ernährungswende. Denn wir brauchen eine bäuerliche und ökologischere, also eine sozial gerechte, tier- und umweltfreundliche Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion – in Deutschland und weltweit.

Meine Landwirtschaft ist eine Stimme der Bewegung für eine bessere Agrarpolitik: Wir informieren über Themen rund um gute Landwirtschaft und gutes Essen und fördern den Dialog zwischen Erzeuger*innen und Konsument*innen. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kongressen und Diskussionsveranstaltungen setzen wir politische Zeichen in der Stadt und auf dem Land. Bei der Wir haben Agrarindustrie satt!-Demo, die wir 2011 inititiiert haben, gehen alljährlich im Januar zum Auftakt der Grünen Woche Zehntausende in Berlin auf die Straße, um für eine zukunftsfähige Politik zu demonstrieren.

Die Kampagne Meine Landwirtschaft ist ein Projekt des Forum Umwelt & Entwicklung unter der Rechtsträgerschaft des Deutschen Naturschutzrings. Die beiden Organisationen sind Teil des breiten Netzwerks an Unterstützer*innen und Förder*innen.